Dieses Blog durchsuchen

Sonntag, 12. Oktober 2014

Im Hauptausschuss der Bezirksversammlung Altona stimmte nur DIE LINKE. gegen die Erhöhung der Fahrpreise!


OLYMPUS DIGITAL CAMERA 

Altona.
Nur DIE LINKE stimmte in Altona gegen die nächste Erhöhung der Fahrpreise beim Hamburger Verkehrsverbund. DIE LINKE beantragte in der Hauptausschuss-Sitzung am 14. November, die Fahrpreiserhöhung abzulehnen, vgl. Antrag. SPD, GRÜNE und CDU stimmten dem Antrag nicht zu. Die SPD zog sich darauf zurück, dass allein die Hamburgische Bürgerschaft zuständig sei. Dabei wäre es eine gute Unterstützung, wenn zumindest eine Bezirksversammlung sich gegen die nächste Fahrpreiserhöhung aussprechen würde. Der Senat will die HVV-Preise zum 01.01.2014 schon wieder anheben – diesmal um durchschnittlich 3,2 Prozent, bei den SeniorInnen- und den CC-Karten sogar um vier Prozent, vgl. Drs. 20/9603. Sozialpolitisch ist die erneute Fahrpreiserhöhung ein Desaster. Ganz Hamburg spricht über Altersarmut, doch das SeniorInnenticket steigt überdurchschnittlich um vier Prozent. Allein im Bezirk Altona sind davon mehr als 47.000 Menschen betroffen: Nach Angaben des Statistikamtes Nord sind 18,6 % der rund 251.000 Altonaer über 65 Jahre alt. Ab einem Alter von 63 Jahren besteht Anspruch auf das Seniorenticket. Es ist aus umweltpolitischen Gründen vollkommen inakzeptabel, dass die Stadt die höheren Kosten für den Nahverkehr vollständig auf die Fahrgäste abwälzt. Zu hohe Fahrpreise sorgen dafür, dass sich Fahrgäste wieder Alternativen zu Bus und Bahn suchen. Die Hürde für Gelegenheitsnutzer des Nahverkehrs ist aufgrund der teuren Einzelfahrscheine schon jetzt zu hoch. Die Fahrpreiserhöhungen konterkarieren den umwelt- und klimapolitisch erforderlichen Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn. Gerade angesichts der stark verkehrlich belasteten Hauptverkehrsachsen Stresemannstraße und Holsten Straße zeigt sich vor Ort in Altona wie notwendig es ist, den Umstieg vom Auto auf den Nahverkehr durch günstige Fahrpreise zu fördern.