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Dienstag, 12. November 2013

Asbestalarm in Hamburger Hochhaus (Asbestose: Die Asbestose ist eine Lungenfibrose, die durch das Einatmen von Asbeststaub verursacht wird. Dieser Staub besteht aus winzigen kristallisierten Fasern. Vor allem Beschäftigte aus der Asbestherstellung und -verarbeitung sind betroffen. Ab einer bestimmten Größe der Asbestfasern können die natürlichen Abwehrmechanismen der Lunge sie nicht mehr eliminieren. Denn die Reinigungszellen (Alveolarmakrophagen) können sie nicht aufnehmen und zersetzen, und auch der Abtransport aus den Lungen durch Schleim und Flimmerhärchen funktioniert bei Asbestfasern nicht. Eine Asbestose entsteht in aller Regel erst nach langjährigem und regelmäßigem Kontakt mit Asbeststaub. Der Zeitraum vom Beginn der Belastung bis zur Diagnose der Erkrankung beträgt meist zwischen 20 und 30 Jahre, wobei die Latenzzeit vom Ausmaß der Asbestbelastung abhängt. Ähnlich wie die Silikose neigt auch die Asbestose dazu, über das Ende der Asbeststaubbelastung hinaus fortzuschreiten. Die Gefahr, durch Einatmen von Asbeststaub Lungenkrebs zu entwickeln, steigt mit der Dauer der schädlichen Einwirkung. Ein sogenanntes Mesotheliom (mögliche Folgekrankheiten) kann schon nach kurzem Kontakt mit Asbest entstehen, entwickelt sich meist aber ebenfalls erst Jahrzehnte nach diesem Kontakt.)

von Mareike Burgschat & Jörg Hilbert
 
Bei der Sanierung eines Hamburger Hochhauses wurden Asbestfasern freigesetzt. © NDR

Im Hamburger Stadtteil Altona sind bei der Sanierung eines Hochhauses Asbestfasern freigesetzt worden, die krebserzeugend sind. Eine Gesundheitsgefahr für die Mieter, die nach wie vor in dem Haus wohnen, ist nicht auszuschließen.
Nach Recherchen von Panorama 3 wurden offenbar Baustoffe unsachgemäß entfernt. Seit Mai 2013 saniert der städtische Wohnungskonzern SAGA GWG als Eigentümer das Haus mit mehr als 130 Parteien. Wiederholt hatten sich Mieter darüber beschwert, dass bei den Bauarbeiten nicht mit der notwendigen Sorgfalt vorgegangen werde.

Proben zeigen Freisetzung von Asbestfasern

Asbesthaltiger Staub liegt frei zugänglich im Haus. © NDR Detailansicht des Bildes 

Asbesthaltiger Staub liegt frei zugänglich im Haus. 




Sowohl SAGA GWG als auch das Amt für Arbeitsschutz hatten bisher stets betont, dass alle Arbeiten ordnungsgemäß ausgeführt worden seien. Proben aus dem Haus in der Eckernförder Straße widerlegen dies.
Ein von Panorama 3 beauftragtes Labor fand in drei von sechs Materialproben Asbestfasern. In einer Probe aus dem Treppenhaus wurde sogar Amphibolasbest nachgewiesen. Dieses gilt als besonders gefährlich. In zwei weiteren Proben vom Dachboden entdeckte das Labor Chrysotilasbest. Diese Proben stammen aus einem ebenfalls für Bewohner zugänglichen Bereich. Die Fasern wurden im Baustaub und in einer offenbar bei den Sanierungsarbeiten entfernten schwarzen Dichtmasse gefunden.


Grundwissen Asbest

Schon im 19. Jahrhundert gab es Warnungen vor dem Mineral. Trotzdem ist Asbest zu einer Art "Wunderfaser" geworden. 45 Min erklärt, warum er so gefährlich ist und wie er auch heute noch nach Deutschland gelangt.

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/45_min/hintergrund/asbestfalle104.html

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