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Mittwoch, 24. September 2014

DU: Antifa-Demo gegen rassistische Mobilmachung - Antifaschistische Demonstration | Samstag, 27. September | 16.30 Uhr Haltestelle Hamborn Feuerwache | Duisburg Neumühl


Schicht im Schacht. Rassist*innen auf die Pelle rücken!
Stahlwerk und Zeche sind weg – der Stadtteil verkommt. Was den rassistischen Neumühler Mob jetzt noch eint ist der Hass auf “die Anderen”. Zugezogene sind ihnen “Zigeuner”, die ihre Kinder entführen wollen. Sogar noch mehr Angst macht ihnen die Aussicht auf eine Notunterkunft für Asylsuchende, die nun doch im ehemaligen Barbara-Hospital eingerichtet werden soll. Vor einem Jahr hatte der Mob das Vorhaben noch verhindern können. Die Stadtverwaltung war vor den xenophoben Protesten eingeknickt.
Die Ressentiments kommen aus der Mitte der Neumühler Anwohner*innenschaft, die Aktionen werden angeführt von der rassistischen Kleinpartei PRO NRW. Bei den Kommunalwahlen stimmten in Neumühl satte 10 Prozent für PRO. 15 Stadtratskandidat*innen wohnen hier. Auch NPD und sogenannte “Identitäre” sind Teil des Mobs. So war es auch am vergangenen Freitag, als eine Bürger*innenversammlung zum Thema Notunterkunft eskalierte. Hunderte Gäste brüllten die Vertreter der Stadt nieder, welche ihrerseits durchaus Verständnis für einige der Vorurteile äußerten. Vermeintlich Andersdenkende wurden attackiert und mussten von der Polizei aus dem Stadtteil eskortiert werden. “Kein Asyl in Neumühl” ist der Schlachtruf der Hetzer*innen, die sich auf einen “heißen Herbst” gegen Geflüchtete freuen. Im Internet fordern hunderte Postings zu Mord, Totschlag und Brandanschlägen an “Zigeunern” und Asylsuchenden auf, ja sogar zu organisierter Vernichtung.

Wir kommen nicht um zu diskutieren. Neumühl halt’s Maul! Lasst die Geflüchteten in Ruhe – sonst lassen wir euch keine Ruhe!

Antifaschistische Demonstration | Samstag, 27. September | 16.30 Uhr
Haltestelle Hamborn Feuerwache | Duisburg Neumühl
Aufrufende Gruppen: A2K2 [westliches Ruhrgebiet], Emanzipatorische Antifa Duisburg, Gruppe Crème Critique [Duisburg], Initiative gegen Duisburger Zustände