Dieses Blog durchsuchen

Dienstag, 29. April 2014

Liebe Listenmitglieder, Aktivisten, Stadtindianer und an alle die guten Mutes sind, dass wir unseren Kampf gewinnen...

Liebe Listenmitglieder, Aktivisten, Stadtindianer und an alle die guten Mutes sind, dass wir unseren Kampf gewinnen...

the place to be1mai 2014,         13 uhr     michelwiese*
recht auf stadt kennt keine grenzen


parade + refugees welcome club

zusammenkommen, weitermachen, lösungen finden — weil es nötig ist


Seit einem Jahr geht das jetzt schon. Seit einem Jahr kämpft die vor Krieg und wirtschaftlicher Not geflüchtete Gruppe Lampedusa darum, in Hamburg endlich ein Leben mit Zukunft zu leben. Ihr Kampf ums Bleiberecht hat die perfiden Ausmaße des europäischen Grenzregimes mitten in diese reiche Stadt getragen. Im Mittelmeer ertrinken Menschen in Massen, an den Grenzzäunen gibt es Tote, und in den Lagern hoffen und warten Unzählige auf ein besseres Leben.

Der Selbstermächtigung und Selbstorganisierung der Gruppe Lampedusa in Hamburg ist es zu verdanken, dass rassistische Gesetzgebungen und der fehlende Umgang des Senats mit ihrer prekären Situation in der Einwanderungsgesellschaft breiter wahrgenommen werden. Zwischenzeitlich sah es so aus, als ob ihr Kampf und die breite Unterstützung quer durch politische, kirchliche, gewerkschaftliche und zivilgesellschaftliche Kreise eine Lösung herbeiführen könnten. Aber der Senat sitzt alles aus.

Jetzt gibt es schon viel zu lange ein politisches Vakuum. Die Geflüchteten befinden sich in einer zermürbenden Warteschleife, die sie daran hindert, ihren Lebensunterhalt endlich selbst zu bestreiten. Das Solidarische Winternotprogramm – getragen von Einzelpersonen, Hausprojekten und Initiativen – läuft aus, viele stehen auf der Strasse. Ihre Möglichkeiten, an dieser Situation etwas zu ändern, gehen gegen Null.

So what? Sie haben italienische Papiere. Weil es in Italien keine Perspektive gibt, sind sie hier. Der Hamburger Senat reagiert nicht – und hungert damit die Gruppe Lampedusa in Hamburg de facto aus. Aber Fakt ist: sie sind hier. Sie leben bei und mit uns.

Wir, die wir seit Monaten diese Auseinandersetzungen begleiten und unterstützen, sagen: die Leute sollen hier wohnen, arbeiten, leben können! Wir finden es unerträglich, dass der Senat den sichtbaren Kampf der Gruppe für nicht mehr vorhanden erklärt.

Darum – egal welche Möglichkeiten Ihr habt, diesen Kampf zu unterstützen, egal aus welcher Position Ihr sprecht, egal welche Strategie Ihr für die Richtige haltet, egal wie motiviert, wie frustriert oder optimistisch Ihr seid – kommt! Und bringt alles mit ... was im Laufe der letzten Monate entworfen, gebastelt, diskutiert, veröffentlicht und entwickelt wurde.

they are here to stay – refugees welcome!


*am ende der ditmar-kölstr./hamburg-neustadt


-- 






the place to be1mai 2014, 13 uhrmichelwiese*
recht auf stadt kennt keine grenzen

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Jeder Kommentar wird von mir grundsätzlich freigeschaltet und veröffentlicht - solange es sich dabei nicht um rassistische, faschistische oder persönlich beleidigende oder herabsetzende Einlassungen handelt.